Ganz unerwartet kommt die Frage ja nicht, was unter „angemessener Kleidung“ zu verstehen ist. Daher nehme ich die ersten diesbezüglichen Fragen aus dem Kreis unserer geladenen Gäste zum Anlass darüber einen Blogeintrag zu verfassen:

Die Zeiten, in denen uns die Konventionen auch in modischer Hinsicht in sehr enge und klar bestimmte „Korsetts“ schnürte*, sind den Göttern sei Dank leider wasauchimmer vorbei. Man(n) muss nicht mehr zwingend darüber nachdenken**, dass Frack und Smoking kein Tageslicht vertragen***, während der Stresemann und der Cutaway nur vor 17/18 Uhr getragen werden****.  Und das waren nur ein paar Konventionen für die Männer – bei Frauen ist die Kleiderfrage erfahrungsgemäß nicht unbedingt einfacher zu lösen*****.

Auch wenn die Kleidungen vorheriger Epochen etwas für sich haben, heiraten wir doch in einer Zeit, in der die Konventionen hinsichtlich dessen, was man tragen sollte und darf, nicht mehr so eng sind wie früher. Doch da eine Hochzeit an sich keine Feier ist, die man jede paar Jahre abhält******, und zumindest für uns etwas Besonderes darstellt, wäre jedoch „normale“ bzw. alltägliche Strassenkleidung fehl am Platz.

Dabei bewegt sich die „angemessene Kleidung“ von festlich-schick bis legére-schick in fließender Abstufung von der mittäglichen Trauung bis zu dem abendlichen bzw. nächtlichen Teil der Feier.

Auf Grund dessen, dass ja auch einige Liverollenspieler eingeladen sind, sei hier noch der Hinweis erlaubt, dass wir „normal“ heiraten werden und weder eine Larp-Gewandung noch ein besonderes Thema, das auch in der Kleidung seinen Niederschlag finden würde, vorgesehen ist. Nur den Hinweis „Man trägt wieder Hut“ (zu dem ich sicher noch einen erklärenden Blogbeitrag verfassen werde) ist vielleicht in diese Richtung zu verstehen.

Ich hoffe damit ist die Frage nach der in der Einladung genannten „angemessenen Kleidung“ erschöpfend erklärt – wenn nicht einfach via Mail oder durch ein Kommentar zu diesem Beitrag nachfragen 😉

*Ihr wisst schon: „Die Frauen in London müssen gelernt haben, nicht zu atmen.“ (Zitat E.Swan in „Fluch der Karbik“)
**… man kann es aber tun, wenn man möchte.
***Vielleicht werden sie dann unsichtbar, was für den Träger recht peinlich werden könnte, oder so …
****Woraus folgt, dass man sich früher während einer Feier wohl umziehen musste, was in einer Halle sicherlich interessant werden würde.
*****Was sich aber bis heute auch nicht groß verändert hat 😉
******Ausnahmen bestätigen die Regel

27 thoughts on “Angemessene Kleidung”

  1. Ich fürchte, ich bin kein bisschen klüger als vorher. Das mag aber daran liegen, dass ich keine Ahnung von Feier-Konventionen habe. Ich glaub, ich frag meine Mama. 😛

    1. Schwarz ist okay, wenn man es mit farblichen Akzenten würzt – zumindest steht es so in den Hochzeitsratgebern. Wobei man auch anmerken muss, dass früher in Deutschland die Braut nicht in Weiß, sondern in Schwarz geheiratet hat – schließlich konnte man das Kleid dann auch bei anderen Anlässen anziehen und wenn ich mich recht entsinne kam das Heiraten in Weiß erst in den 20ern rüber nach Deutschland. Also: Wenn es nicht aussieht, als würde man auf eine Beerdigung gehen, ist gegen Schwarz grundsätzlich meiner Ansicht nach Nichts zu sagen.

      Beruhigt, Lila !? 😉

  2. Puh… 😉
    War nicht wirklich ernst gemeint und so unflexibel bin ich ja auch wieder nicht! Immerhin hab ich noch grün im Schrank mit dem passenden St. Patrick’s Day Hut! 😀
    Spaß bei Seite, innerhalb von 69 Tagen sollte sich doch etwas Adäquates finden lassen. Die ganzen Hochzeitsregeln finde ich übrigens beängstigend und faszinierend zugleich.

  3. Fand den Hinweis für das Nicht-Tragen von Larp-Kostümen sehr hilfreich. 😉 Meine Oma kippt sonst, um wenn Sie von einem Barbaren im Bärenkostüm nach dem Salatdressing gefragt wird! X-)

  4. Ork….. mhhhh soll ich was grünes anziehen… nur wo beckommt nman nur einen schönen kleinen grünen hut her der sich dann nicht mit der kleidung beist…..

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