Nachdem wir nach der standesamtlichen Trauung vor dem Sinziger Schloss etwas Sekt gesüffelt haben werden wir (mit dem obligatorischen Autokorso) in das Freiwegheim, direkt an der Ahrbrücke, Ecke Kölner Strasse / Grüner Weg, übersiedeln, wo wir dann den Rest des Tages und sicher auch einen Teil der Nacht feiern werden. Parkplätze gibt es direkt vor dem Gebäude (Zufahrt vom Grünen Weg aus), entlang der Strasse (linke Seite) oder hinter den beiden rechts von der Strasse liegenden Sportplätzen.

Foto: Dieter Wind

Die Kölner Strasse, die am Gebäude vorbei führt, folgt dem Verlauf der zur karolingischen Zeit angelegten Aachen-Frankfurter-Heerstrasse. Diese Strasse wurde, da es seit der Krönung von Heinrich III. im Jahre 1028 zur Tradition wurde, dass der deutsche König nach seiner Wahl in Frankfurt über besagter Strasse zur Krönung nach Aachen reiste, auch „Krönungsstrasse“ genannt.

Über diese Strasse reiste öfters auch Einhard, der Biograph von Karl dem Großen, der in Sinzig Quartier nahm und  828 in der Sinziger Pfalz von einem Weinwunder berichtete*.  Die Sinziger Pfalz hat durch die „Krönungsstrasse“ im Mittelalter regen Besuch gehabt und die Stadt damit eine recht große Bedeutung. Nicht umsonst nennt sich Sinzig auch „Barbarossastadt„: Kein Herrscher weilte so oft (und wahrscheinlich auch gerne) in der Stadt wie Kaiser Friedrich I..

Ergo: Wir heiraten und feiern in historisch bedeutender Umgebung und wären wir ein paar Jahrhunderte früher dran hätten wir sogar Kaiser Friedrich I. Barbarossa zuwinken können 😉

*Während aber in Kanaan Wasser zu Wein wurde, wurde beim Sinziger Weinwunder Bier zu Wein. Daher nur bedingt nachahmenswert.

2 thoughts on “Feiern an der „Krönungsstrasse“”

  1. Wieso ist das Sinziger Weinwunder nur bedingt nachahmenswert? Ein gutes Glas (oder Fass…) Ahrwein ist doch quasi jedem Bier vorzuziehen, finde ich 😉

    *denkt darüber nach, wie der Wein wohl wird, wenn man Vadders Weinberg mit Bier giesst*

  2. Naja, kommt auf die Situation an. Ein gepflegter Roter in philosophischer Runde ist nicht zu verachten, aber bei einer guten Feier greife ich persönlich lieber auf ein Hefeweizen zurück.

    Aber die Idee klingt gut – solltest Du mal ausprobieren 😉

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