Das Freiwegheim ist seit heute Nachmittag um 15 Uhr endgültig aufgeräumt und sauber. So langsam beginnen die Hexe und ich zu realisieren, dass wir jetzt ein Ehepaar sind, während wir die Hunderte von Fotos, die Adrian auf unserer Hochzeit gemacht hat, sichten. Aber ich glaube das Ganze muss noch etwas sacken …

Wenn ich mir die ganzen Fotos so betrachte und zurück blicke stelle ich fest, dass ich wirklich nur wenig Zeit gefunden habe mich an jedem Tisch mal blicken zu lassen und mit allen Gästen zu reden. Ich habe sogar das Gefühl, dass ich mit fast Niemanden geredet habe und frage mich, was ich den Tag und den Abend überhaupt gemacht habe. Doch ebenso bin ich gewiss, dass ich mich nie gelangweilt habe. Ich glaube man braucht mehr als einen Tag für die Festivitäten, wenn man als Brautpaar all’ seinen Gästen die Aufmerksamkeit schenken wollte, die sie verdient hätten.

Apropos “verdienen”. Es gibt viele Leute, die unseren besonderen Dank verdienen. Menschen, die uns über das normale Maß hinaus bei der Vorbereitung und im Ablauf der Feier unterstützt haben. Das sind all’ die fleissigen Hände gewesen, die sich um die Spüle gekümmert haben*, in erster Linie unsere Eltern und engste Familie. Das ist Adrian, der als unser Hochzeitsfotograf fungiert und über 800 Fotos gemacht hat wie auch “Statler”, der bei dem Brautpaarshooting den “großen Lolli” gehalten hat. Frauke, die sich um die Spielsachen, und Lilli, die sich um die Dekoration aus Blumen und Kerzen gekümmert hat. Lara, die gute Fee beim Schmücken des Brautwagens, während der Feier und beim Aufräumen. Phillip, für die Mithilfe beim Aufbau und viel Organisationskram hinter den Kulissen**. Unser Nachbar Carsten und seine Freundin Cordula für kleine Versorgungsfahrten und Mithilfe beim Aufräumen. Don Michael, weil er während der Vorbereitungszeit oft auf seine Frau verzichten musste und auch tatkräftig beim Abbau geholfen hat. Den Kameraden vom THW, die vor dem Schloss den Sektempfang vorbereitet haben und Spalier standen. Paddy und Thomas, die mit dem MTW*** das Kartoffelgratin holen fuhren, …

Ein ganz besonderer Dank gilt Sunny, der nicht nur am Freitag beim Aufbau geholfen hat, sondern die ganze Zeit die Theke geschmissen hat. Ich musste ihn förmlich zwingen die Theke alleine zu lassen**** und sich etwas zu Essen zu holen. Dass er Gastronomieerfahrung hat, hat er auch nach den ehrfürchtigen Berichten von Gästen mehr als bewiesen. Sein Engagement kann gar nicht genug Lob erfahren – dafür viel Dank.

Doch die Feier und die ganze Organisation im Vorfeld als auch den Abbau hätten wir gar nicht stemmen können ohne meine Trauzeugin und unsere Hochzeitsplanerin Biggi, die uns in den Monaten und Wochen vor dem Tag der Entscheidung mit Rat und Tat zur Seite gestanden hat. Sie hat das Buffet koordiniert, die Hochzeitstorte organisiert, war mit der Braut das Brautkleid aussuchen und mit mir meinen Anzug, hat uns bei sämtlichen Einkaufsfahrten ertragen müssen, den Brautwagen mit geschmückt, im THW rumorganisiert, sich Spiele ausgedacht, uns in stressigen Zeiten bei Laune gehalten, wegen uns fast keine Zeit mehr für ihre Familie und ihren Job und die THW-Jugend gehabt*****, begleitete uns beim Kauf der Trauringe, war mit der Braut am großen Tag bei der Kosmetikerin und der Friseurin und hat dann noch den Bräutigam vom Hotel abgeholt, hat noch während der Feier Versorgungsfahrten gemacht und am Tag danach beim Abbau mitgearbeitet, … – und ich habe ganz sicher noch viele Sachen vergessen. Danke für Alles, Biggi.

Letzendlich ist es einfach überwältigend, wenn man so viele Freunde hat, die einem die helfende Hand reichen. So viele, dass wir wahrscheinlich noch Jemanden vergessen haben, was uns schon jetzt sehr Leid tut. Euch allen, die uns geholfen haben: Vielen, vielen Dank :)

* was weitaus mehr Arbeit für eine relativ kleine Gruppe von Leuten war, als wir uns ausgemalt hatten
** und unserem Rücken für Spiele und so ;)
*** Mannschaftskraftwagen
**** ich war mir nämlich sicher, dass weder die Theke weglaufen noch in der Zeit Jemand verdursten wird ;)
***** wir sind der festen Überzeugung, dass ihre Tage in den vergangenen Wochen mehr als 24 Stunden gehabt haben müssen, um all’ das zu bewältigen

Es ist getan, was wir tun können!

Doch ohne die ganze Hilfe hätten wir das alles in der Zeit nicht schaffen können. Die Hilfe von Sunny*, der die Anlage zum Laufen gebracht und “seinen” Arbeitsbereich, die Theke, aufgeräumt und vorsortiert hat. Die Hilfe von Julia* beim Stellen der Tische. Die Hilfe von Lara*, Rebecca* und Sascha* bei den Sachen rund ums THW. Die Hilfe von unserem Nachbarn Carsten* beim Schleppen der Getränkekisten. Die Hilfe von meinen Tanten Lilli und Tini sowie Lillis Nachbarin Ella beim Dekorieren der Halle und Aufbau des Geschirrs. Die Hilfe von Philipp, dem Bruder der Hexe**, bei unterschiedlichen Arbeiten in der Halle. Und natürlich die Hilfe von Biggi*, die zum jetzigen Zeitpunkt immer noch für unsere Hochzeit unterwegs ist.

Jetzt muss ich nur noch im Hotel MaraVilla einchecken und dann geht es noch für einen gemütlichen Happen und ein Getränke ins Sinziger Bierhaus. Wir werden ab 19 Uhr dort sein, voraussichtlich bis gegen 22 Uhr, und freuen uns über Gesellschaft ;) Mal gespannt, ob ich dann später ruhig schlafen kann oder nervös im Hotelzimmer rumtiger …

Aber wir freuen uns. Auf die Feier. Auf Euch. :)

* vom THW Sinzig
** macht ihn das eigentlich zum “Hexer”?

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Der Tag der Entscheidung und das Leben danach