Hier auf dem Blog war es die letzten Monate um uns ruhig geworden – von unserem Leben kann man das nicht behaupten. Es ist davon auszugehen, dass es darin einen Zusammenhang gibt. Das Wichtigste aber: Wir sind weiterhin verheiratet und haben diesen Entschluss (zumindest die Mehrheit der Zeit) nicht bereut, wie man an unserer fortwährenden Herzlichkeit sehen kann ;)

Gesprächsfetzen #018

Hexe (beim morgendlichen Kuscheln): “Oh, Du bekommst ja die ersten grauen Haare.”

Rabe: “Dann rate mal wieso …”

Gesprächsfetzen #019

Hexe: “Ist mein Rücken trocken?”

Rabe (nachdem er kurz getastet hat): “Ich hab’ zwar die Augen noch zu, aber so, wie es sich anfühlt …
bist Du in den Leinenbinden eingehüllt und liegst schon etwas länger in einer Pyramide?”

Written on Juli 25th, 2011 , Gesprächsfetzen Tags: , , , , , ,

Es sind die kleinen Dinge, die einen auch über mehrere Jahre hinweg von einer Person so begeistern, dass man bereit ist sie zum Traualtar* zu schleifen führen. Die Stärken des Partners, aber viel mehr noch die kleinen Schwächen und liebenswerten Ticks, die jeder von uns sein Eigen nennt. Diese wohldosierten Unvollkommenheiten sind es doch erst, die einen Menschen “menschlich” machen. Das ist auch bei der kleinen Hexe der Fall, die einige Eigenarten aufweist, die andere vielleicht als störend empfinden würden, sie aber für mich erst wirklich liebenswert macht.

Über diese kleinen, aber wesentlichen Eigenarten, die zu ihrem Wesen zählen, mache ich mir gerade Gedanken. Und zuvörderst fällt mir ihre kommunkative Ader ein, die sich selbst im eigentlich schlafenden Zustand zeigt. Wenn sie mich aus dem Schlaf reisst, um mir mitzuteilen, dass der Nekromant vernichtet werden muss. Oder über die Niedlichkeit von blauen Schnecken philosophiert. Oder ganze Dialoge über interessante Themen mit mir führt, bei der Logik nur eine sehr rudimentäre Rolle spielt oder zumindest das Kontinuum von Zeit und Raum ebenso wie die Gesetze der Schulphysik ad absurdum geführt werden.

Leider kann ich mich selten an die genauen Worte erinnern, da ich selber zu schlaftrunken bin, um sie mir zu merken. Dabei bin ich felsenfest davon überzeugt, dass ihre im Schlaf** gesprochenen Worte auch tiefe philosophische Einsichten und Weisheiten enthalten, die leider so verloren gehen. Natürlich mit der Folge, dass die Menschheit weiterhin im Schatten seiner möglichen Größe dahin vegetiert, weil ihnen die rechten Worte nie überliefert werden. Naja, vielleicht kann ich mich ja mal aufraffen ein Diktiergerät zu kaufen ;)

Letztendlich sind es “Ticks” wie diese, welche die kleine Hexe so liebenswert machen. Und weshalb ich nach nunmehr fast sieben Jahren immer noch mit ihr zusammen bin, es sich seit nunmehr über vier Jahren mit ihr in einer Wohnung aushalten lässt – und ich sie im Dezember ins Turmzimmer des Sinziger Schlosses führen werde …

*in unserem Fall eher ein Trautisch, da wir von einer kirchlichen Zeremonie (vorerst zumindest) absehen.
**oder was immer das für ein Zustand auch sein mag

Written on September 23rd, 2010 , Liebenswerte Outings Tags: , , , , , ,

Wie das in jeder guten (Noch-nicht-)Ehe hin und wieder vorkommt:
Die kleine Hexe und der kleine Rabe haben sich gestritten.
Aber natürlich haben sie sich wieder vertragen.

Hexe: „Wie kannst Du es nur mit mir aushalten? Manchmal bin ich echt eine …“

Rabe (wie aus der Pistole geschossen):
„… Xanthippe? … Furie? … Drache?“

Die Hexe schaut den Raben entgeistert und skeptisch an:
„Das kam jetzt aber überraschend schnell!“

Im Fernsehen läuft eine Tier-Dokumentation.

Es sind Elefanten zu sehen.

Rabe: „Ich liebe Elefanten.“

Im Fernseher verschwinden die Elefanten. Wale tauchen auf.

Rabe: „Ich liebe Wale.“

Der kleine Rabe schaut zur kleinen Hexe hinüber.

Rabe: „Ich liebe Dich.“

… ist gefallen.

Written on September 16th, 2010 , Vor dem Tag der Entscheidung, Zeug Tags: , , , ,

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Der Tag der Entscheidung und das Leben danach